Am 25. August hat das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) den Transport von über 150 Castor-Behältern aus Jülich und Garching nach Ahaus genehmigt. In absehbarer Zeit könnten hochradioaktive Behälter quer durch die Republik rollen.
Diese Transporte sind gefährlich und unnötig. Sie widersprechen dem Grundsatz, Atommüll möglichst sicher am Entstehungsort zu lagern, bis ein Endlager gefunden ist. Wir Grüne setzen uns mit unserer NRW-Ministerin Mona Neubaur dafür ein, die Transporte abzuwenden und drängen auf sichere Lösungen direkt an den Standorten. Besonders am Beispiel in Jülich wird deutlich, dass der Bau eines wirklich sicheren Zwischenlagers seit Jahren verschleppt wird. In Bayern soll der Forschungsreaktor Garching mit hochangereichertem Uran wieder hochgefahren werden, obwohl er seit fünf Jahren stillsteht. Um Platz zu schaffen, sollen Castoren nach Ahaus abtransportiert werden. Das verschiebt Probleme, schafft neue Risiken und löst nichts. Die Bundesregierung und das BASE müssen die Vor-Ort-Lagerung ermöglichen und die Sorgen der betroffenen Kommunen ernst nehmen. Wir Grüne stellen uns klar gegen diese Castor-Transporte.
Wir Grüne fordern ein belastbares Zwischenlager-Konzept. Und: Wir Grüne nehmen die Sorgen der Bevölkerung ernst!
- Jeder Transport bedeutet ein zusätzliches Risiko für Bevölkerung und Einsatzkräfte.
- Das Brennelemente Zwischenlager Ahaus ist nur bis 2036 genehmigt – erneute Transporte wären absehbar, ein absurdes Hin und Her.
- Die politische Verantwortung für diese unsinnigen Transporte liegt bei Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD), CDU-Fraktionschef Jens Spahn und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), die sichere Lösungen an den Standorten nicht priorisieren.
Unsere Forderungen sind klar:
- Stopp aller unnötigen Castor-Transporte quer durchs Land! Stattdessen ein bundesweites, transparentes Zwischenlagerkonzept bis zur Endlagerung.
- Sichere Zwischenlager an den Entstehungsstandorten, statt sinnloser Verlagerungen nach Ahaus.
- Weiterhin Stillstand des Reaktors Garching! Kein erneuter Betrieb mit hochangereichertem Uran.
Wir unterstützen den breiten Protest gegen die unsinnigen Castor-Transporte und rufen auf:
KOMMT AM 4. OKTOBER NACH AHAUS!
Auftakt ist um 11 UHR am Rathaus, anschließend geht es gemeinsam zur Transportstrecke. Setzen wir ein starkes Signal – für Sicherheit, Transparenz und eine verantwortungsvolle Atommüllpolitik.

















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