Stadt, Land – Lust statt Frust!

Zu Beginn Impuls und Lesung von Uta Ruge: „Die Geschichte meines Dorfes im Weltzusammenhang. Ein Dorf im Moor in den 50er Jahren, ein Bauernhof heute – und wie das Weltgeschehen das Leben der Menschen auf dem Land veränderte.“

Davon erzählt Uta Ruge am Beispiel ihres Dorfes und ihres Bruders. Die Kultursendung titel thesen temperamente hat vor einigen Wochen das Thema Leben auf dem Land und ländlicher Raum aufgegriffen. Das hat Seltenheitswert in einem Kulturbeitrag. Das Thema haben wir als Bezirksverband Westfalen schon länger auf der Tagesordnung. Und wir wollen diesen Spannungsbogen aus der Ankündigung der Sendung gerne aufnehmen: „Vom großen Missverständnis zwischen Stadt und Land: Das Land wird in Deutschland zunehmend als Naherholungsdomizil verstanden, aber nicht unbedingt als schützenswerter Lebensraum mit Landwirtschaft, die es zu erhalten gilt.“ Oder wie das in der Ankündigung in der ARD auch stand: „Besserwisser und Bauernlümmel.“

Uta Ruge

Sind das Gegensätze oder nur unterschiedliche Blickwinkel? Schimpfen die Städter zu sehr auf die ländliche Bevölkerung?

Es herrscht ein Meinungsbild, dass ein hoher Anteil der Landwirtschaft schuld am Klimawandel ist oder sei („Bauern sind schuld“); verantwortlich für Waldsterben, Flächenfraß und vieles andere mehr. Und pflegt die ländliche Bevölkerung nicht zu viele Vorurteile gegenüber den Städtern, die nur billige Lebensmittel haben wollen und natürlich die unberührte Natur jederzeit nutzen möchten? Die Missverständnisse, Fehlurteile, aber auch berechtige Kritiken können unbegrenzt fortgeführt werden, aber wir wollen mit allen Beteiligten ins Gespräch kommen.

Oft sind die Probleme des ländlichen Raumes kaum sichtbar, ob fehlende Mobilität oder die Folgen der traditionellen Landwirtschaft. Bedarf es neuer, anderer Organisation der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land? Die Organisation der Teilhabe an politischen Prozessen, finanzielle Ausstattung, Zukunft der Arbeit 4.0 und Mobilität 4.0 zusammen zu bringen, Umweltaufgaben der Zukunft gemeinsam von Stadt und Land wahrzunehmen, Wertschöpfungsketten in Stadt-Land-Regionen zu organisieren schafft Wertschöpfung fürs Land.
Können wir uns klimaneutrale, nachhaltige, resiliente Stadt-Land-Regionen vorstellen? Die digitale Infrastruktur müsste eine größere Rolle spielen und ist nach wie vor eines der zentralen Defizite. Ohne sichere Breitbandversorgung wird der ländliche Raum weiter abgehängt.

Dazu wollen wir nach dem Impuls und der Einführung mit Beteiligten ins Gespräch kommen. Ob Wissenschaftler*in, Landwirt*in, Verbraucher*in, ob aus der Stadt oder vom Land.
Dabei werden wir uns auf das Bundestagswahlprogramm von B´90/Die Grünen beziehen, das auf der Bundesdelegiertenkonferenz vom 11.-13. Juni verabschiedet worden ist. Was finden wir im „Regierungsprogramm“ zum ländlichen Raum?

Moderation und Statements: Jan-Niclas Gesenhus, Maria Klein-Schmeink, MdB; Annemone Spallek (Kandidat*innen für die Bundestagswahl 2021); Friedrich Ostendorff, MdB; Josefine Paul, MdL; Norwich Rüße, MdL, Sprecher Bezirksverband, Dagmar Hanses, Sprecherin Bezirksverband

Anmeldung zur Veranstaltung unter info@gruene-westfalen.de

Hier die Daten zur Teilnahme an der Videokonferenz. Auf Tablet oder Smartphone muss die Zoom-App installiert sein. Es gibt einen Warteraum, Sie werden eingelassen.
Zoom-Meeting beitreten:
https://us02web.zoom.us/j/82395752039?pwd=a091RHJWYVdrQTdjYnJoenVCczB5QT09

Meeting-ID: 823 9575 2039  Kenncode: 795032
Einwahl nach aktuellem Standort: 069 3807 9883 || 0695 050 2596 || 069 7104 9922

Stadt, Land – Lust statt Frust: Videokonferenz am 18.06.21 von 18:30 bis 21 Uhr

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